Das Buch Siddhartha weckt Neugierde: ich möchte wissen, wie der Buddhismus aufgebaut ist, möchte Freuds Tiefenpsychologie besser kennenlernen (allgemein Psychologie), möchte Hermann Hesses Biografie studieren: mir scheint er war ein Genie, und kam damit nicht klar. Hesse fasziniert mich, und die Lektüre Siddharthas hat Interesse in Hesses ander
 
Wenn man so in den Literaturhinweisen des Buches liest, stösst man auf "humoristische und dezidiert profane Hinweise" (HH, Siddhartha (1922). 189) Hesses, in einem Brief, den er an Emmy Ball schickte: "Mein Siddhartha lernt seine Weisheit am Ende richtig nicht von einem Lehrer, sondern von einem Fluss, der so komisch rauscht, und von einem freundlichen alten Trottel, der immer lächelt und heimlich ein Heiliger ist."(HH, Siddhartha (1922). 189)

Mich persönlich hat es überrascht, wie sich Hesse über sein eigenes Schreiben lustig machen konnte, da er doch so ein immenses Wissen dafür aufgebaut hatte. Wie er, als Christ, über den Buddhismus schreiben kann, als wäre es seine eigene Religion, erstaunt mich sowieso. Hermann Hesse war eine sehr interessante, bewundernswerte Persönlichkeit.


 
Leider kann ich nicht wirklich sagen, ob mir dieses Buch gefallen hat. Das Problem, glaube ich, ist, dass ich während dem Lesen immer auf der Suche nach wichtigen Informationen war. Ich konnte das Buch gar nicht auf mich wirken lassen. Folglich brauchte ich sehr lange, bis ich das Buch fertig gelesen hatte und am Schluss wollte ich die Geschichte einfach zu Ende bringen. Ich muss es wahrscheinlich in ein paar Monaten erneut lesen, ohne dabei an einen Deutschauftrag zu denken und dann habe ich vielleicht eine andere Meinung über das Buch.
 
Als ich vor dem Computer sass und versuchte, meine Texte zu schreiben, hatte ich die Idee, den Begriff Siddhartha auf Youtube einzugeben. Dort entdeckte ich den Trailer zu einer Verfilmung des Buches Siddhartha von Hermann Hesse von 1972.
Ich wünsche euch viel Spass beim Anschauen dieses Videos.
 
Ich befand mich im Philosophieunterricht und blätterte gedankenlos durch die Seiten des Philosophiebuches. Da entdeckte ich plötzlich auf einer Seite den Namen Siddhartha und musste sofort an die Deutscharbeit denken. Mir wurde auch bewusst, wie viel das Werk mit der Philosophie zusammenhängt. Siddhartha macht sich Gedanken über sein Ich und will die Erleuchtung erlangen. Das Wort Erleuchtung kann man mit dem Wort Erkenntnis beschreiben, welches unser jetziges Thema in der Philosophie ist.
 
Während dem Lesen hat mich eine Stelle besonders berührt:
"[...] eines Menschen wegen leidend, an eine Liebe verloren, einer Liebe wegen ein Tor geworden. Nun fühlte auch er, spät, einmal im Leben diese stärkste und seltsamste Leidenschaft, litt an ihr, litt kläglich [...]" (vgl. Siddhartha,

Wer von uns hat nicht schon einmal eine Liebe verloren und hat daran gelitten? Ich denke, jedem von uns ergeht es so wie Siddhartha, wenn sich eine geliebte Person von uns abwendet. Ich habe dies erst kürzlich erlebt und kann mich in Siddhartha versetzten und ihm nachfühlen. Doch wie bei Siddhartha wird der Schmerz der Wunde nach einiger Zeit nachlassen, bis die Wunde blüht. 
 
Je länger ich "Siddhartha" bearbeite, desto mehr bewundere ich Hermann Hesse für sein Wissen.  Er wusste so viel über den Hinduismus und den Buddhismus und auch sonst muss er sich sehr stark mit dem Thema der Wiedergeburt auseinandergesetzt haben. Das Buch ist voll von philosophischen Überlegungen über den Sinn des Lebens, den Menschen an sich und den Tod. Mir wird das Buch immer lieber und jetzt, wo ich es auch langsam richtig verstehe, kann ich mich auch selbst immer mehr darin wiederfinden. Gleichzeitig beginne ich mir auch immer mehr Fragen über den Sinn des Lebens zu stellen. Ich bin wirklich froh, dass ich das Buch ausgewählt habe!
 
Erst jetzt, wenn ich das Buch zum zweiten Mal lese, merke ich, wie vielschichtig "Siddhartha" eigentlich ist. Beim ersten Mal habe ich es einfach wie ein normales Buch gelesen, weshalb es mir wohl auch so gut gefallen hat, da ich nicht viel habe interpretieren müssen. Doch jetzt muss ich es analysieren und, obwohl ich es immer noch sehr mag, tauchen viele kleine Fragen auf, sei es nun nur zum Inhalt oder ganz allgemeine, philosophische Fragen, wie beispielsweise, wonach ich in meinem Leben strebe.  Aber genau das finde ich auch spannend, da ich mir sonst sehr selten solche Fragen stelle und auch ansonsten Bücher nicht so intensiv wie die Bücher, die wir im Deutschunterricht lesen, behandle. 
Ich frage mich, wie wohl meine Suche nach Erfüllung im Leben verlaufen wird! Wird sie auch so viele Wendungen wie bei Siddhartha haben?